Bildergalerie Kapselbrandobjekte |
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objekte kapselbrand keramik entstanden |
Kapselbrand- (Schmauchbrand-) Technik Alle Objekte dieser Serie habe ich im Prinzip auf die gleiche Weise hergestellt: Sie schmauchen bei 900º C in einer Tonkapsel. Natürlich wurden die einzelnen Stücke vorher bei 1000º C erst schrühgebrannt. Ich verwende dabei roten Ton, bis auf Tainaron und Antaios, die ich aus weißem Ton gemacht habe. Die Esperiden sind gedreht, alle anderen in Aufbautechnik hergestellt, wobei ich für Gürtel der Hippolyte und Styx eine eigens dafür angefertigte Gipsform benutzt habe. Die Objekte sind nicht glasiert, sondern mit Terra Sigillata überzogen - mit dem Pinsel aufgetragen - und anschließend poliert. Feine Linien trage ich vor dem Überzug mit Kaltwachs auf, für die breiteren nehme ich Malerkrepp, das sich auch in Kurven aufkleben lässt. Die Kapseln stelle ich aus schamottierten weißen Tonplatten her, wobei ich für fast jedes Objekt eine separate Kapsel mit passendem, dicht abschließendem Deckel brauche. Diese müssen zunächst noch bei 1100º C schrühgebrannt werden. Als Regel läßt sich sagen: je kleiner der Behälter, umso dunkler das gebrannte Objekt. Den markantesten Einfluss auf das spätere Aussehen hat jedoch die Kapselfüllung. Ich verwende hierzu Sägemehl, Heu oder Zeitungspapier. Grundsätzlich können alle organischen Materialen verwendet werden, also auch Baumwolle, Laub, Nuss- und Apfelschalen etc. Alle eingesetzten Materialien verschmauchen restlos in der Kapsel (daher ja auch der Name). Weitere Effekte können erreicht werden durch Tränken der Baumwolle mit Oxiden oder Untermischen von Kupfer in das Sägemehl. Letzteres habe ich gemacht bei Gürtel der Hippolyte und Oinos, wodurch der grünschimmernde Effekt entsteht. Für die dunkleren Stellen in meinen Objekten habe ich mehr Sägemehl aufgetragen. Vor dem Einsetzen der Kapseln in den Brennofen verschließe ich den Deckel dicht mit einem Tonwulst. Die Arbeit insgesamt ist sehr aufwändig und braucht viel Geduld. Oft passiert es, dass beim Brennen eine Kapsel oder gar das Objekt platzt. Die Effekte sind kaum steuerbar, und so kann es vorkommen, dass ich dasselbe Objekt mehrmals anfertige, weil ich mit dem Resultat nicht zufrieden war. Am spannendsten aber ist der Moment des Öffnens der Kapsel, wenn sich dann endlich zeigt, dass wieder einmal eines dieser faszinierenden Stücke gelungen ist. |
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